Chronik

Der Startschuß für den Kanusport in Gützkow viel schon im Jahre 1955. Unser Gründervater „Meister“ Kurt Brietzke, damals auch Leiter einer Arbeitsgemeinschaft Schiffsmodellbau, hat am heutigen Vereinsgelände mit der Errichtung eines Bootshauses sowie mit dem Bau von zweisitzigen Kanus aus Holz begonnen. Seinem zielstrebigem und energischem Einsatz, aber auch seinem handwerklichen Geschick und Einfallsreichtum ist es zu verdanken, daß die besten Voraussetzungen für die Entstehung eines Kanuvereins geschaffen wurden.

Meister Brietzke

So schloß man sich dann auch schon am 01.01.1956 als Sektion Kanu der damaligen BSG Motor an. In der Folgezeit wurde mit viel Fleiß und Ausdauer ein wunderschönes Vereinsgelände mit Bootshäusern und Anlegestegen eingerichtet. Zusätzlich wurde ein separater Zeltplatz am nahegelegenen Baggersee der Gemeinde Neetzow direkt an der Peene angelegt, welcher sich zu Trainings- und Campingzwecken großer Beliebtheit erfreute.

Hauptaugenmerk richtete man schon damals auf den Wasserwandersport. Zeitweise bestand aber auch eine Rennsportabteilung. Im Jahre 1978 zählte die Sektion 40 Mitglieder und konnte auf viele sportliche Erfolge auf Kreis- und Bezirksebene zurückblicken. Auch einen DDR-Meistertitel im Wasserwandern hat es 1963 gegeben.

Leider ging es nicht immer kontinuierlich bergauf. Viele langjährige Sportfreunde haben die Sektion aus beruflichen oder familiären Gründen verlassen. Nachwuchsprobleme stellten sich ein. Der viel zu frühe Tod von „Meister“ und schließlich auch die Wendezeit haben den Fortbestand der Sektion oftmals in Frage gestellt. Am 18.11.1992 wurde dann jedoch der Kanuverein Gützkow e.V. aus der Taufe gehoben. Erstmals organisierten sich die Anhänger des Kanusportes in einem eigenen und selbständigen Verein. Ein neuer Pioniergeist entflammte und viele neue aber auch ältere Helfer fanden sich, um die anstehenden Aufgaben zu bewältigen. Als eine sehr große Stütze der ersten und auch folgenden „Stunden“ erwies sich Sportfreund Gerhard Schwarz, welcher für viele Gützkower Sportler eine bekannte Größe ist. Seine Erfahrung und Einsatzbereitschaft ebnete den Weg für unsere Eintragung ins amtliche Vereinsregister, für unsere ordentliche Mitgliedschaft im Landessportbund Mecklenburg-Vorpommern e.V. und für unsere gute Zusammenarbeit mit der Stadt Gützkow.

So wurde für unser Vereinsgelände einschließlich aller Bootshäuser ein langjähriger Gebrauchsüberlassungsvertrag zwischen der Stadt Gützkow und dem Kanuverein abgeschlossen, welcher auch Voraussetzung für unser erstes vom Bundesland gefördertes Bauvorhaben war. Schon 1996 konnte damit die unbedingt notwendige Erneuerung der Schilfrohrdächer unserer Bootshäuser abgeschlossen werden. Zur gleichen Zeit wurde mit viel Eigeninitiative und mit großer Unterstützung vieler ortsansässiger Firmen ein neues Vereinsgebäude mit Klubraum errichtet, welches aus unserem Vereinsleben nicht mehr wegzudenken ist. Im Sommer des Jahres 2001 konnte unser bislang letztes Bauvorhaben, ein Sanitärgebäude mit modernen Duschen, Waschtisch- und WC-Anlagen, zur Nutzung freigegeben werden. Damit schufen wir die entsprechenden Voraussetzungen für die schon im März des Jahres 2002 erfolgte offizielle Einstufung als „Kanustation des DKV“. Somit ist für alle Wasserwanderer und andere Gäste ein optimaler Aufenthalt garantiert.

Natürlich widmen wir uns auch heute dem Kanusport. Unter den ca. 40 Vereinsmitgliedern, darunter viele Kinder und Jugendliche, sind Kurzausflüge in die nähere Umgebung aber auch kleinere Wanderfahrten auf Gewässern unseres schönen Bundeslandes sehr beliebt.

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